Kitzbühel gehört zu den bekanntesten Wintersportorten der Welt. Spätestens wenn im Januar – oder Jänner, wie man in Österreich sagt – das Hahnenkammrennen auf der Streif stattfindet, schaut die Sportwelt nach Tirol. Doch Kitzbühel kann viel mehr als Skizirkus: Die Region rund um die Gamsstadt bietet das ganze Jahr über abwechslungsreiche Tage in den Bergen – auch für Urlaub mit Hund.
1. Kitzbühel mit Hund – Allgemeines
Kitzbühel ist eine Kleinstadt in Tirol, östlich von Innsbruck, und zählt rund 8300 Einwohner – zumindest außerhalb der Hauptsaison. Denn „normal“ ist in Kitzbühel eigentlich wenig. Die Stadt hat einen besonderen Charakter, eine besondere Atmosphäre und eine ganz eigene Mischung aus Tradition, alpinem Lebensgefühl und internationalem Publikum.
Wir waren schon mehrfach in Kitzbühel – je nach Anlass mit Auto oder Wohnmobil. Übernachtet haben wir jedoch nie auf dem Campingplatz, sondern immer in einem Apartment oder Hotel. Die Anreise ist unkompliziert: Von Norden führt der Weg meist über München, weiter Richtung Kufstein und anschließend über Ellmau nach Kitzbühel. Durch die Nähe zu München – je nach Verkehr etwa 1,5 bis 2 Stunden Fahrt – erklärt sich auch die hohe Dichte an Münchener Kennzeichen und hochwertigen Autos in der Stadt. Das Besondere daran: Es scheint niemanden wirklich zu interessieren. Kitzbühel ist, wie es ist – und genau das macht es aus.
Hunde gehören hier zum Stadtbild dazu. Kitzbühel mit Hund ist grundsätzlich entspannt, allerdings sind die Möglichkeiten zum Gassigehen im direkten Zentrum begrenzt. Für ausgedehntere Spaziergänge ist der Schwarzsee perfekt, welcher i. d. R. mit dem Auto zu erreichen ist, da er 2 km von Kitzbühel entfernt liegt.
Der Schwarzsee gilt als wärmster Moorsee Tirols und eignet sich zu jeder Jahreszeit für einen Spaziergang mit Hund. Madsen liebt die Runde um den See – sowohl wegen der Strecke als auch wegen der Begegnungen mit anderen Hunden. Wichtig: Auch hier werden Hunde an der Leine geführt. Für uns bedeutet Leine ganz klassisch Führleine oder Flexileine. Schleppleinen nutzen wir grundsätzlich nicht, da sie aus unserer Sicht ein hohes Verletzungsrisiko bergen.
Die Innenstadt von Kitzbühel wirkt eher wie ein Mode-Treffpunkt – und vieles, was man dort sieht, bestätigt den Eindruck, dass manche Hunde eher als Accessoire betrachtet werden. Warum kleine Hunde so häufig getragen werden, bleibt ein Rätsel. Die meisten könnten problemlos selbst laufen. Ein weiterer Punkt, der auffällt: Viele Hunde nutzen jede Möglichkeit zum Markieren. Das Problem entsteht selten durch den Hund selbst, sondern durch mangelnde Aufmerksamkeit am anderen Ende der Leine. Nicht jeder Bereich ist geeignet, damit Hunde dort markieren – auch in einer hundefreundlichen Stadt nicht.
Wir waren zu fast jeder Jahreszeit in Kitzbühel – und jede Saison hat ihren eigenen Charme. Die Region entwickelt sich zunehmend zu einem Ganzjahresziel. Auf die Vor- und Nachteile dieses Trends möchten wir hier nicht näher eingehen. Nur so viel: Kitzbühel gefällt und hat aber seinen Preis.
2. Innenstadt
Nicht nur das Hahnenkammrennen prägt das Bild von Kitzbühel, sondern auch der sehr gut erhaltene mittelalterliche Stadtkern. Mit seinen Geschäften, Restaurants, Bars und Cafés gehört die Altstadt zu den schönsten in Tirol. Ein Spaziergang lohnt sich immer: Vom exklusiven Shopping bis zu kleinen Läden ist für jeden Geschmack und nahezu jedes Budget etwas dabei.
Besonders eindrucksvoll ist der geschlossene Innenstadtkern. Sobald man die Altstadt betritt, wirkt es, als würde man in eine andere Zeit eintauchen. Die engen Gassen, die dichten Häuserzeilen und die verwinkelten Verbindungen lassen erahnen, wie die Menschen hier früher gelebt haben. Vieles wirkt kompakt und nah beieinander – als hätte man damals enger zusammenrücken müssen, um Wärme und Schutz zu finden. Diese Atmosphäre macht Kitzbühel unverwechselbar, auch wenn gelegentlicher Baulärm heute zeigt, dass die Zeit auch hier nicht stehen bleibt.
Für einen Spaziergang mit Hund ist die Kitzbüheler Innenstadt problemlos machbar und gut zu Fuß erreichbar. Die Wege sind kurz, übersichtlich und bieten genug Raum, um die Altstadt entspannt zu erkunden.
3. Legendenpark
Kitzbühel hat im Laufe der Jahre viele Skilegenden hervorgebracht. Wer die Streif gewinnt – einmal oder mehrfach – erreicht hier fast automatisch Kultstatus. Zu den bekanntesten Namen gehören Toni Sailer, der „Schwarze Blitz“, Franz Klammer oder auch Felix Neureuther, der den Slalom in Kitzbühel zweimal für sich entscheiden konnte.
Im Legendenpark wurde diesen Sportgrößen ein eigenes Denkmal gesetzt. Tafeln informieren über die Sieger der vergangenen Jahrzehnte und erzählen ihre Geschichten. Besonders beeindruckend ist die nachgebildete Rennstrecke, die einen guten Eindruck davon vermittelt, was die Athleten Jahr für Jahr leisten.
4. Essen in Kitzbühel
Die Gastronomie in Kitzbühel ist ebenso vielfältig wie die Stadt selbst. Für jeden Geschmack und nahezu jedes Budget findet sich das passende Restaurant oder Café: vom schnellen Kaffee zwischendurch über ein Glas Wein bis hin zu klassisch-traditioneller Küche, Pizza und Pasta oder modernen Cross-Over-Gerichten. Die Auswahl ist groß – und die Preisunterschiede sind es ebenfalls.
Unsere persönliche Lieblingsadresse ist das Schatzi, ein kleines Café, das für uns den besten Kaiserschmarren serviert und mit einem sehr freundlichen Service überzeugt.
Ebenso gerne sind wir im Hutschpferd, das eine modern interpretierte, abwechslungsreiche Küche bietet. Preislich liegt das Hutschpferd etwas höher, geschmacklich lohnt sich ein Besuch jedoch in jedem Fall – und auch die Location an sich ist einen Abstecher wert.
5. Hundefachgeschäft und hundefreundliche Geschäfte
In Kitzbühel gibt es verschiedene Hundefachgeschäfte und eine Reihe hundefreundlicher Geschäfte. Wenn man sich unsicher ist, ob Hunde erlaubt sind, hilft es, einfach nachzufragen. In den meisten Fällen sind Hunde willkommen. Für uns gilt grundsätzlich: Wenn Hund und Mensch nicht gleichermaßen freundlich empfangen werden, gehen wir weiter. Irgendwo passt es immer, und Kompromisse machen wir an dieser Stelle nicht.
Zu unseren Favoriten zählt Dog Grooming Kitzbühel, eine herzliche und professionelle Adresse für Hundepflege mit echtem Know-how. Wir haben Madsen bei einem unserer Aufenthalte eine Komplettbehandlung gegönnt – die Bilder und Videos dazu sind legendär und auf seinem Instagram-Account zu sehen. Seitdem bleibt Madsen jedes Mal vor der Eingangstür stehen, egal ob geöffnet ist oder nicht. Ein deutliches Zeichen, dass hier wirklich alles richtig gemacht wurde.
Auch Feinkost Özer gehört für uns – und für Madsen – unbedingt dazu. Ein kleiner, liebevoll geführter Laden mit täglich frischem Gemüse, Obst und ausgesuchten Delikatessen. Und nicht zu vergessen: die frischen Croissants, die für uns zu den besten in Kitzbühel zählen. Die kleine Kaffeeküche lädt zudem jederzeit zu einem schnellen, guten Kaffee ein. Ein Familienunternehmen, das von Generationen gemeinsam geführt wird und in dem man sich sofort willkommen fühlt.
Wer in Kitzbühel auch künftig den Durchblick behalten möchte, ist bei Meikl Optik bestens aufgehoben – natürlich ebenfalls mit Hund. Persönlich, inhabergeführt und fachlich kompetent erhält man hier Beratung mit Zeit, Ruhe und Augenmaß. Hier steht Beratung an erster Stelle, nicht der Verkauf. Dass das Auge als Spiegel der Seele gilt, kommt hier nicht von ungefähr.
Abschließend dürfen wir natürlich nicht den Adenauer-Store in der Kitz-Galeria vergessen. Für uns Nordlichter fast immer ein „Muss“ bei unseren Besuchen in Kitzbühel. Dieser lässige Stil der Marke gefällt uns schon sehr und erinnert uns an Küste und Meer. Madsen fühlt sich hier – wie man sieht – auch sehr wohl und lässt sein Frauchen in Ruhe einkaufen. Natürlich bekommt er meistens auch noch ein Leckerli, soweit vorhanden. Wir mögen einfach das Konzept von Adenauer.
6. Fazit
Kitzbühel sollte man auf jeden Fall einmal gesehen und erlebt haben. Wir waren in den vergangenen zwei Jahren mehrfach dort – aus ganz unterschiedlichen Gründen und zu verschiedenen Jahreszeiten. Die Wintersaison lassen wir bewusst aus. Für uns ist es zu überfüllt, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Zudem kennen wir es auch aus anderen Skigebieten, dass es im Winter mit Hund schwierig ist, geeignete Hundespaziergänge zu finden.
Abseits des Winterrummels bietet Kitzbühel mit der gesamten Region rundherum sehr viel für Mensch, Hund und Herz. Die Mischung aus Natur, Bergen, guten Wegen, Einkehrmöglichkeiten und Ausflugszielen macht die Gegend vielseitig und erlebenswert.
Oldenburg, November 2025
Eric
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