Kopenhagen zur Weihnachtszeit mit Hund: Weihnachtsmärkte & Eisbahnen

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Um ein bisschen anderes Weihnachtsfeeling aufzufangen, sind wir mit Madsen für vier Tage nach Kopenhagen gefahren. Im Unterschied zu Schweden gibt es gerade in Kopenhagen Weihnachtsmärkte, die deutlich näher an dem sind, was aus Deutschland bekannt ist: viele Weihnachtshütten, Lichter, Essen, der typische Geruch nach Mandeln und Wurst – einfach richtig Weihnachtsstimmung.

Dazu kommt, dass die Stadt und besonders die Fußgängerzone in der Weihnachtszeit festlich geschmückt sind, an mehreren Stellen Eisbahnen aufgebaut werden und man sich durch die Märkte treiben lassen kann – von Weihnachtsgetränken über Süßigkeiten bis hin zu kleinen Dingen zum Verschenken.

Mit Hund sieht das aber automatisch anders aus. Volle Weihnachtsmärkte, enge Fußgängerzonen und überfüllte Geschäfte sind für uns mit Madsen kein Ziel. Wir sind deshalb eher zu Zeiten unterwegs, in denen es ruhiger ist, oder stellen uns abseits des Trubels. 

In diesem Beitrag geht es um die Weihnachtsmärkte, die wir in der Innenstadt gesehen haben, um Eisbahnen und um unsere Erfahrungen vor Ort – inklusive Preisrealität und der Frage, wie man Weihnachtsstimmung mit Hund mitnimmt, sodass es für Madsen passt.

Weihnachtsmärkte & Eisbahnen

Allein in der Innenstadt haben wir mindestens sechs Weihnachtsmärkte entdeckt, dazu noch drei Eisbahnen. Vorweg aber ganz klar: Wir gehen nicht mit Madsen auf volle Weihnachtsmärkte und durch enge Fußgängerzonen. Wir sind am Vormittag losgegangen, wenn es noch einigermaßen erträglich für ihn war. Trotzdem waren die Märkte zu dieser Zeit bereits geöffnet und teilweise schon gut besucht. Deshalb haben wir es so gelöst, wie wir es in vollen Städten mit Hund grundsätzlich machen: Einer bleibt mit Madsen vor dem Markt, der andere verschafft sich kurz einen Eindruck.

Eine kurze Anekdote passt hier gut, weil sie Kopenhagen für uns sehr treffend beschreibt: freundlich, offen und sehr hundebegeistert. Als ich mit Madsen vor einem Weihnachtsmarkt auf Eric gewartet habe, kam uns kurz danach in der Fußgängerzone ein Mann in Arbeitskleidung entgegen und fragte direkt, ob er Madsen streicheln dürfte. Er hatte uns offenbar von oben aus einem Fenster gesehen und kam schnell zu uns runter. Keine 50 Meter später fragte ein kleines Mädchen das Gleiche – kurz darauf standen auch ihre drei älteren Brüder bei Madsen, und der Vater hielt alles mit der Kamera fest. Madsen blieb ganz ruhig, ließ es gelassen über sich ergehen und genoss die Aufmerksamkeit. Überhaupt wurden wir immer wieder angesprochen oder haben mitbekommen, wie Leute über den „fine Hund“ gesprochen haben. Und die vielen lächelnden Gesichter beim Anblick von Madsen bringen uns am Ende selbst auch zum Lächeln.

Jetzt zurück zu den Weihnachtsmärkten: Uns sind sechs Märkte bekannt, fünf davon haben wir besucht – plus ein Winterwunderland mit Eisbahn. Wir starten dabei am Hauptbahnhof und gehen Richtung Strøget.

1. Christmas im Tivoli

Als Erstes kommt man am Tivoli vorbei – dem großen Vergnügungspark mitten in Kopenhagen. Das ist sogar doppelt passend: Wenn man vom Hauptbahnhof Richtung Strøget läuft, kommt man direkt daran vorbei. Und laut Tivoli-Website wird „Christmas in Tivoli“ außerdem in einer CNN-Liste als einer der besten Weihnachtsmärkte genannt.

Vorab: Im Tivoli sind keine Hunde erlaubt. Nur einmal im Jahr (im August) gibt es einen „Dogs’ Day“, an dem Hunde ausnahmsweise angeleint mit in den Park dürfen. Auch wenn wir Madsen nach Möglichkeit überall mitnehmen, muss man sich hier ehrlich fragen, ob man einem Hund damit überhaupt einen Gefallen tut. Im Tivoli gibt es Fahrgeschäfte, Musik, viel Lärm und viele Menschen. Und wenn zum Hundetag zusätzlich noch viele andere Hunde vor Ort sind, kann das schnell Stress bedeuten.

Ohne Hund ist der Tivoli in der Weihnachtszeit abends sicher einen Besuch wert, wenn alles festlich beleuchtet ist. Man muss aber auch bereit sein, den Eintritt zu bezahlen: In der Weihnachtszeit 2025 kostet die Tageskarte für Erwachsene 220 DKK (ca. 30 €) – ohne Fahrgeschäfte. Abendkarten wie im Sommer gibt es in der Weihnachtszeit nicht. Wir haben Tivoli deshalb nur von außen gesehen und ein paar Lichter mitgenommen, waren aber nicht im Park.

2. H. C. Andersen Weihnachtsmarkt

Vom Rathausplatz kommend (über die Strøget-Fußgängerzone) steht man zwischen zwei Weihnachtsmärkten, die wir anfangs für einen gehalten haben. Auf der linken Seite, am Gammeltorv beim Caritasbrunnen, liegt der kleine H. C. Andersen Weihnachtsmarkt – benannt, wie vieles in Kopenhagen, nach dem dänischen Schriftsteller und Dichter H. C. Andersen. Natürlich gibt es auch hier verschiedene alkoholische und nichtalkoholische Weihnachtsgetränke sowie einige Leckereien.

3. Julemarked Nytorv

Direkt gegenüber vom H.C. Andersen Weihnachtsmarkt liegt 2025 vor dem Københavns Domhus (dem Kopenhagener Gerichtsgebäude) der Nytorv Christmas Market. Neben einer kleinen Eisbahn gibt es in Holzhütten verschiedene Essensangebote – vom Flammlachs über Bratwurst bis Pulled-Pork oder Sandwich – natürlich auch Gløgg sowie unterschiedliche Handwerkskunst.

Wie auf den Fotos zu sehen ist, hat Kopenhagen schon ziemlich heftige Preise. Auch wir waren überrascht: 65 DKK (8,70 €) für eine Bratwurst und 150 DKK (20,00 €) für ein bisschen Flammlachs mit Salatblättchen und Knoblauchsoße sind schon eine Ansage. Diese Preisrichtung zieht sich auf den Weihnachtsmärkten in Kopenhagen insgesamt durch. Wir haben deshalb – bis auf eine Tüte Maronen – auf den Märkten nichts probiert oder gekauft, sondern uns einfach von den Gerüchen, Lichtern und Angeboten inspirieren lassen.

Für weihnachtliche Stimmung sorgen auf dem Julemarked Nytorv ein großer „Tannenkegel“ mit vielen kleinen Lampen und roten Herzen. An den Eingängen stehen außerdem große Drahtfiguren mit Lampen, darunter Hirsche und ein großer Teddybär. Da wir wegen Madsen sehr früh am Vormittag in der Fußgängerzone unterwegs waren, haben wir die Beleuchtung in ihrer Abendstimmung gar nicht erlebt. Das hatte für uns aber auch einen klaren Vorteil: kein Gedränge – und genau das brauchen wir selbst auch nicht.

4. Julemarked Højbro Plads

Geht man auf der Strøget weiter, sieht man auf der rechten Seite (ein Stück zurück) den Højbro Plads mit dem Julemarked. Wenn man über den Weihnachtsmarkt geht, kann man auf der anderen Seite das Schloss Christiansborg sehen. Vor der Reiterstatue von Bischof Absalon sind dieses Jahr (2025) leuchtende Bären aufgebaut. Der Julemarked mit seinen roten Holzhütten bietet Verschiedenes – von dänischer Glaskunst über Pulled-Pork-Burger bis hin zu Maronen, die wir besonders mögen.

5. Kongens Nytorv Christmas Market

Am Ende der Strøget kommt man direkt auf den Kongens Nytorv. Hier ist eine große Eisbahn aufgebaut, auf der man in einer Richtung im Kreis fahren kann. Laut verschiedenen Websites ist das Eislaufen mit eigenen Schlittschuhen kostenlos.

Auf einer Seite stehen außerdem einige Weihnachtsbuden mit Speisen und Getränken. Als wir zur Mittagszeit dort waren, hatten viele Buden noch geschlossen und die Eisbahn war nicht in Betrieb. Wenn es dunkel wird, hat der Platz durch die Beleuchtung einen anderen Charme. Sehenswert ist dann auch das außen festlich geschmückte Hotel d’Angleterre auf der linken Seite am Ende der Strøget.

6. Nyhavn Julemarked

Im bekannten Hafenviertel Nyhavn – und damit im absoluten Touristenviertel – gibt es entlang der bunten Hafenhäuser am Wasser verschiedene Holzbuden mit Weihnachtsangeboten. Im Vergleich zu den anderen Weihnachtsmärkten waren wir hier allerdings etwas enttäuscht, weil wir uns an diesem Kopenhagen-Hotspot mehr vorgestellt hatten. Es waren nicht viele Weihnachtsbuden aufgebaut.

Vor den Häusern stehen auch im Winter Stühle und Tische – mit Heizstrahlern grundsätzlich nutzbar. Da wir Madsen aber nicht auf die kalten Steine legen wollten und alles insgesamt ziemlich eng aufgebaut war, haben wir es vorgezogen, in einem der vielen Restaurants/Cafés etwas zu trinken. Weil wir uns im Vorfeld informiert hatten, sind wir mit Madsen in die Hyttefadet gegangen – ein Pub/eine Bar, in der Hunde auch innen erlaubt sind. Cafés und Restaurants mit Hund in Kopenhagen (gerade im Winter ein eigenes Thema) kommt in einem separaten Beitrag.

7. Broens Skøjtebane in Christianshavn

Im Hafenviertel von Christianshavn ist im Winter (November bis Februar) eine Eisbahn aufgebaut – Broens Skøjtebane. Drumherum gibt es verschiedene Imbiss-Angebote. Der Bereich ist ganzjährig als Street-Food-Spot bekannt: Die Anbieter arbeiten hier aus Containern – genau das macht den typischen Street-Food-Charme aus. Im Sommer (März bis Oktober) sind bei Broens Street Food deutlich mehr Angebote vorhanden, im Winter ist es kompakter. Das Ganze ist kein typischer Weihnachtsmarkt, wirkt durch Beleuchtung und Atmosphäre aber eher wie ein Winterwunderland, wie es auch auf der Website beschrieben wird.

Wir waren hier mit Madsen am frühen Abend, als schon alles erleuchtet war, direkt nach unserer Ankunft in Kopenhagen. Weil nicht viel los war, konnten wir uns ein ruhiges Plätzchen suchen und in Ruhe etwas essen und trinken. Hier hatten wir auch unseren ersten Eindruck davon, wie teuer Kopenhagen sein kann. Die aktuellen Angebote und Preise stehen auf der Website Broens Skøjtebane.

Kurzer Hinweis zu den Weihnachtsmärkten in Kopenhagen

Zum Schluss noch ein Hinweis: Alle von uns aufgeführten Weihnachtsmärkte sind über mehrere Tage bzw. Wochen aufgebaut (wie auch in Deutschland üblich). Zusätzlich gibt es in und um Kopenhagen Weihnachtsmärkte, die nur an einem Tag oder an einem Wochenende stattfinden – zum Beispiel der Store Godthåb oder der Værnedamsvej in Frederiksberg, das Fasangården julemarked im Frederiksberg Have oder der RAWmarked als Kunsthandwerks- und Designmarkt in der Nørrebrohallen. Bei solchen Märkten lohnt sich der Check im Vorfeld: Wann findet er statt, und sind Hunde erlaubt? Teilweise sind Veranstaltungen auch in Hallen – und dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Hunde keinen Zutritt haben.

Fazit:

Dänemark – und Kopenhagen – mögen wir seit vielen Jahren. Wir waren oft dort, allerdings meistens anders: mit dem Wohnmobil oder in einem Ferienhaus – aber noch nie mit einer Unterkunft direkt in Kopenhagen. Dieser Wintertrip über vier Tage im Hotel in der City war deshalb auch für uns eine neue Erfahrung.

Kopenhagen kann zur Weihnachtszeit richtig schön sein: festlich geschmückt, viel Licht, Weihnachtshütten – und an mehreren Stellen Eisbahnen. Wer Weihnachtsstimmung wie in Deutschland sucht, wird hier eher fündig als in Schweden.

Natürlich hat ein Weihnachtsmarkt am späten Nachmittag oder Abend den größeren Zauber, wenn es dunkel ist und alles leuchtet. Genau dann wird es aber auch voll. Mit Hund ist das der Punkt, an dem man ehrlich entscheiden muss, wie viel man sich selbst – und vor allem dem Hund – zumuten möchte.

Wir haben uns bewusst dafür entschieden und es hat insgesamt gut funktioniert: Weihnachtsstimmung mitnehmen, aber so, dass es für Madsen passt. Heißt in der Praxis: eher vormittags unterwegs sein, Stoßzeiten meiden und Märkte eher als kurzen Eindruck sehen – nicht als Programmpunkt, bei dem man mitten im Trubel bleibt.

Was uns vorab nicht in dieser Klarheit bewusst war und was man nicht unterschätzen sollte: Kopenhagen ist teuer. Das gilt nicht nur fürs Hotel, Parken oder Essen und Trinken – es zieht sich durch viele Bereiche. Und im Winter kommt noch etwas dazu, das viele unterschätzen: In Dänemark (und gerade in Kopenhagen) ist „hundefreundlich“ oft gleichbedeutend mit „draußen erlaubt“. Drinnen mit Hund zu sitzen, ist deutlich schwieriger als erwartet. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag, weil das im Winter wirklich entscheidend werden kann.

Oldenburg, Dezember 2025

Bild von Sylvia
Sylvia

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Über uns

Wir, dass sind Sylvia, Eric, Madsen & den niemals vergessenen Bootsmann. Aus unserer Liebe zu den Golden Retrievern, den skandinavischen Ländern & mit dem Background der digitalen Welt entstand die Idee der Strandjungs.