Madsen im Naturfutterladen von Dr. Ziegler vor Regalen mit Nassfutter

Unser Weg zum Barfen – natürliche Ernährung für unsere Hunde

Beitragsinhalt

Eine gesunde Ernährung beginnt mit Bewusstsein – dem Verständnis dafür, was wir füttern, woher die Lebensmittel stammen und welche Wirkung sie im Körper haben. Genau dieses Bewusstsein hat uns Schritt für Schritt zur natürlichen Hundeernährung nach dem Barf-Prinzip geführt. In diesem Teil erzählen wir, wie wir unseren Weg zum Barfen gefunden haben, welche Erfahrungen wir mit der Umstellung gemacht haben und warum sich für uns dadurch vieles verändert hat – beim Hund und beim Menschen.

1. Warum wir den Weg gesucht haben

Vor über zehn Jahren durften wir erstmals die Tierärztin Frau Dr. Jutta Ziegler in Hallein bei Salzburg persönlich kennenlernen. Wir waren damals in Österreich, hatten bereits einiges von ihr gehört und die ersten Bücher von ihr gelesen – und wollten nun unseren Bootsmann einmal bei ihr vorstellen.

Zu dieser Zeit beschäftigten wir uns bereits selbst mit der Paleo-Ernährung und der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, da ich aufgrund meines Rheumas meine eigene Ernährung umgestellt hatte und es mir von Tag zu Tag besser ging. Im Gespräch mit Frau Dr. Jutta Ziegler stellten wir schnell fest, dass die Grundgedanken bei Barf und Paleo sehr identisch sind: Es geht um natürliche, unverarbeitete Lebensmittel, nach Möglichkeit ohne industrielle Verarbeitung und frei von chemischen Zusätzen.

Und genauso wie bei der Paleo-Ernährung gibt es auch beim Barfen viele Halbwahrheiten – gerade wenn es um den tatsächlichen Nährstoffbedarf, die Menge an Fleisch oder den Umgang mit rohem Fleisch geht. Da es aufgrund der heutigen Qualität der Lebensmittel kaum möglich ist, alle benötigten Nährstoffe allein über die Nahrung aufzunehmen, sind natürliche Zusätze oder Nahrungsergänzungsmittel ein wichtiger Bestandteil, um den Bedarf des Hundes optimal zu decken.

Mit den Jahren haben wir zudem begonnen, bei unserer Ernährung und auch bei der Fütterung unserer Hunde immer stärker auf Bio-Qualität zu achten – aus Überzeugung und mit dem Bewusstsein, dass hochwertige, unbelastete Zutaten die Grundlage für Gesundheit sind.

2. Der Wendepunkt – Bootsmanns gesundheitliche Probleme

Bei Bootsmann hatten wir in den Jahren davor alle klassischen Fütterungsfehler gemacht. Auch wir haben die ganzen vermeintlich „guten“ Futtervarianten der Tierfutterindustrie durchprobiert – und natürlich auch die „tollen“ Empfehlungen unserer damaligen Tierärzte befolgt. Dass diese Futtersorten kaum Nährstoffe enthielten, aus schlechtem Fleisch oder sogar Schlachtnebenerzeugnissen bestanden und überwiegend mit Getreide als günstigem Füllstoff hergestellt wurden, war uns damals überhaupt nicht bewusst. Die gesundheitlichen Probleme, die daraus entstanden, waren letztlich auch der Grund, warum wir überhaupt den Weg zu Frau Dr. Ziegler suchten. Nach dem Gespräch mit ihr waren wir überzeugt – aber ehrlich gesagt noch etwas unsicher, ob wir uns das Barfen wirklich zutrauen.

3. Unsere Entscheidung für das Barfen

Dann kam Madsen zu uns. Leider hatte er von Anfang an starken Durchfall. Nach einem Telefonat mit Frau Dr. Ziegler und ihrem einfachen Rat, es zunächst mit der zu versuchen, war der Durchfall bereits am selben Tag gestoppt. In den darauffolgenden Tagen fütterten wir weiterhin gekochte Möhren und ergänzten langsam etwas gekochtes Huhn. Als es Madsen besser ging, fiel sofort die Entscheidung: Wir stellen beide Hunde komplett auf das Barf-Futter von Dr. Ziegler Naturfutter um.

Von Anfang an war uns wichtig zu wissen, woher das Fleisch stammt, dass es keine chemischen Zusätze enthält und ausschließlich aus natürlichen Zutaten besteht. Das war rückblickend die beste Entscheidung, die wir für beide Hunde treffen konnten.

Bei Bootsmann sahen wir, wie er trotz seines Alters wieder fitter wurde und sogar an Gewicht verlor. Und Madsen entwickelte sich zu einem kräftigen, gesunden und muskulösen Golden Retriever. Deshalb steht für uns fest: Diesen Weg der natürlichen Ernährung werden wir nicht mehr verlassen.

Madsen schnuppert an einer Lieferung mit frischem Barf-Fleisch

4. Zehn Jahre Barf-Erfahrung – unser Alltag mit natürlicher Ernährung

Inzwischen blicken wir auf über zehn Jahre Erfahrung mit dem Barfen zurück. In dieser Zeit haben wir vieles gelernt, ausprobiert und auch wieder verworfen. Am Anfang war vieles noch Unsicherheit, heute ist es Routine geworden – eine Selbstverständlichkeit im Alltag.

Frischer Barf-Hundenapf mit Lammfleisch, Möhren, Spinat, Ei, Kokosöl und Paprika
Golden Retriever Madsen sitzt vor seinem Barf-Hundenapf mit frischen Zutaten

Wir wissen, welche Zutaten Madsen gut bekommt, wie wir die Futtermenge anpassen und worauf es bei der Auswahl von Fleisch und Zusätzen wirklich ankommt. Die Ernährung unseres Hundes ist für uns längst kein „Futterplan“ mehr, sondern Teil eines bewussten Lebensstils, bei dem Herkunft, Qualität und Natürlichkeit im Mittelpunkt stehen.

Dabei haben wir auch gelernt, dass jeder Hund individuell betrachtet werden muss. Alter, Aktivität, Gesundheitszustand oder einfach die eigene Persönlichkeit spielen eine große Rolle. Gerade wenn man – wie wir – einen Einzelhund hat, der mäkelig ist, aber gleichzeitig dazu neigt, alles mal eben herunterzuschlucken, braucht es angepasste Lösungen. Hier helfen manchmal kleine Tricks oder besondere Zusätze, wenn man zum Beispiel keine Knochen füttern kann.

Auch unterwegs – etwa auf unseren längeren Reisen in andere Länder wie Schweden – sind wir auf Alternativen zum „normalen“ Barf angewiesen und haben schon verschiedene Möglichkeiten ausprobiert. Wir haben über die Jahre Wege gefunden, die natürliche Ernährung unseres Hundes auch auf Reisen einfach und praktisch umzusetzen, ohne auf Qualität zu verzichten. Wie wir das genau machen, worauf wir achten und welche Tipps wir unterwegs gesammelt haben, erzählen wir in einem eigenen Beitrag.

5. Lernen & Vertiefen – bei Frau Dr. Jutta Ziegler in Hallein

Im letzten Jahr habe ich die Seminare zur Ernährungsberaterin für Hund & Katze bei Frau Dr. Jutta Ziegler vor Ort in Hallein absolviert – die Online-Prüfung muss ich noch durchführen. Es war für mich ein Herzensprojekt, das ich schon viele Jahre umsetzen wollte und irgendwie nie geschafft habe. Umso glücklicher bin ich, dass ich im letzten Jahr endlich an allen drei Seminarteilen teilnehmen konnte.

Die Tage in Hallein waren unglaublich spannend. Es war beeindruckend, von Frau Dr. Jutta Ziegler persönlich ihr enormes Wissen zur natürlichen Ernährung von Hund und Katze vermittelt zu bekommen. Mein Ziel war und ist es nicht, Ernährungsberatungen anzubieten, sondern noch tiefer zu verstehen, was eine ausgewogene, natürliche Hundeernährung wirklich ausmacht.

Und wenn unsere Leser es möchten, teile ich den einen oder anderen Tipp rund um natürliche Ernährung auch gerne hier auf unserer Website und auf unseren Social-Media-Kanälen.

Fazit – natürliche Ernährung als Haltung

Für uns ist das Barfen längst mehr als eine Art zu füttern. Es ist Teil unserer Haltung – bewusst, natürlich und mit Verantwortung für das, was wir unserem Hund geben. Über die Jahre haben wir gelernt, hinzusehen, zuzuhören und auch mal umzudenken. Jeder Hund ist anders, jede Lebenssituation verlangt ihre eigene Lösung.

Diese Erfahrungen möchten wir hier weitergeben – ehrlich, praktisch und so, wie wir es selbst leben. Und weil das Thema unterwegs oft neue Fragen aufwirft, erzählen wir im nächsten Beitrag, wie wir das Barfen auf Reisen handhaben – zum Beispiel in Schweden, wo wir leider nicht die gleiche Auswahl an Barf-Produkten haben wie in Deutschland und deshalb auf passende Alternativen ausweichen.

Oldenburg, November 2025

Bild von Eric
Eric

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Über uns

Wir, dass sind Sylvia, Eric, Madsen & den niemals vergessenen Bootsmann. Aus unserer Liebe zu den Golden Retrievern, den skandinavischen Ländern & mit dem Background der digitalen Welt entstand die Idee der Strandjungs.